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22. November 2010 DIE LINKE. KV Hamm / Marion Josten

Der Schutz für Frauen vor Gewalt darf keine Frage des Geldes sein!

Am Donnerstag, 25. November, jährt sich der Internationale Gedenktag „NEIN zu Gewalt an
Frauen!“ Seit dem 25. November 1981 wird weltweit durch Aktionen, Veranstaltungen und
Tagungen von Frauenprojekten und Initiativen, zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und
Kinder aufgerufen. In Nordrhein – Westfalen zeigen die aktuellen Zahlen, dass rund 5.000
Frauen
mit ebenso vielen Kindern jährlich in ein Frauenhaus flüchten. Jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren hat körperliche Übergriffe durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt, erläutert Marion Josten, Sprecherin der Partei DIE LINKE., KV Hamm.

In der Öffentlichkeit weniger bekannt ist, das die Flucht vor Gewalt an der Finanzierung
scheitern kann: durch massive Kürzungen in der vergangenen Legislaturperiode wurden allein
im Jahr 2008 in NRW mehr als 5.500 Anrufe von Frauen gezählt, die wegen Überfüllung in den
Frauenhäusern nicht aufgenommen werden konnten. Wichtige Angebote wie die Unterstützung der Frauen, die bereits in eine eigene Wohnung gezogen sind, mussten in vielen Frauenhäusern fast vollständig eingestellt werden, so Josten weiter.

Die Frauenhäuser sollen laut Nachtragshaushalt 2010 keine Aufstockung der Mittel erhalten.
Diese Hinhaltetaktik ist nicht nachvollziehbar, denn erst im Juli dieses Jahres hieß es im
Koalitionsvertrag von SPD und Grünen: "Zum Schutz von Frauen gegen Gewalt wollen wir
kurzfristig die vierte Personalstelle in den Frauenhäusern wieder einrichten. (…)“.
Wir fordern daher sowohl die Einrichtung der 4. Personalstelle als auch eine gesetzliche
Regelung hinsichtlich einer einzelfallunabhängigen und bedarfsgerechten Finanzierung der
Frauenhäuser Aus diesem Anlass werden Mitglieder des Kreisverbandes am Donnerstag,
den 25.11.2010 in der Mittagszeit entsprechende Infomaterialien in der Fußgängerzone
verteilen, erklärt Marion Josten weiter und verweist darauf, dass auch das Frauenhaus Hamm
im Jahresmittel eine hundertprozentige Belegung aufweist und trotz der guten kommunalen
Unterstützung eine vierte - durch das Land finanzierte Personalstelle - außerordentlich
willkommen wäre.