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5. Oktober 2017

E-Mobilität / E-Autos

„Ein Mobilitätskonzept der Zukunft anstatt Förderung von umweltfreundlicherem Individualverkehr für Besserverdiener“, fordert Florian Meyer, Vorstandsmitglied.

 „Reine Elektrofahrzeuge können zwar einen Beitrag zur lokalen Lärm- und Emissionsvermeidung leisten, besonders wenn sie beim Carsharing oder in Flotten wie bei der Stadt, der Polizei etc. eingesetzt und mit erneuerbarem Strom betrieben werden. Es darf aber nicht das Ziel sein, alle Privatfahrzeuge durch E-Autos zu ersetzen und dafür unnötige Anreize zu schaffen. Und genau hier liegt das Problem bei den Plänen der Verwaltung. Anstatt sich auf E-Autos zu versteifen und einfach die nächste Subventionsrunde anzustoßen, sollte man endlich ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept für die Stadt auf Basis eines eng getakteten, stark ausgebauten und umweltfreundlichen, öffentlichen Personennahverkehrs erstellen“, erklärt Meyer die Position der Partei.

„Eine Befreiung von den Parkgebühren für private Elektroautos lehnen wir ab, zumal diese vor allem jenen zu Gute kommt, die sich die teuren Gefährte auch leisten können. Wir lehnen aber auch eine allgemeine Kaufprämie für Elektroautos ab, sondern fordern Zuschüsse lediglich für jene, die auch viel unterwegs sein müssen, wie zum Beispiel Handwerker, soziale Dienste oder Taxen. Darüber hinaus müssen wir über Grenzwerte und Tempolimits sowie eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und Wasserwege reden. Den Ausbau der Ladeinfrastruktur sehen wir grundsätzlich aber natürlich positiv, da er auch für die von uns vorgeschlagenen Lösungen notwendig und richtig ist“, fasst Meyer die Ansätze der LINKEN zusammen. „Allerdings liegt die Zukunft nicht in erster Linie auf der Straße, sondern auf der Schiene und dem Wasser, dem Fahrrad und einem umweltfreundlichem, funktionierenden, komfortablen und runderneutem öffentlichen Personennahverkehr mit mehr (E)-Bussen, mehr Personal, einer Ringbuslinie und einem Sozialticket mit der Perspektive eines fahrscheinlosen ÖPNV. Die aktuelle Debatte sowie die Pläne der Verwaltung erfassen die Aufgaben, die auf uns im Bereich Umweltschutz und Mobilität zukommen, daher nur völlig unzureichend.“