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27. Juli 2017

Öffentliche Hand muss die Initiative ergreifen

„Auf der einen Seite haben wir Menschen, die arbeiten wollen, aber keinen Job bekommen. Diese finden wir dann in der Hartz-IV-Statistik wieder“, bezieht sich Alisan Sengül, Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE. in Hamm auf den Artikel im WA zu den aktuellen Zahlen der Hartz-IV-Berechtigten. „Auf der anderen Seite haben wir viele dringende gesellschaftliche Aufgaben, die bisher kaum oder gar nicht erledigt werden. Für die Privatwirtschaft lohnen sie sich nicht, da sie keine Profite versprechen“, so Sengül weiter.

Es fehlten schlicht die Arbeitsplätze. Im sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich gebe es aber viele Beschäftigungsmöglichkeiten, die nicht erschlossen seien. Es sei in diesen Fällen die öffentliche Hand, welche die Initiative ergreifen müsse. „Wir dürfen diese Menschen nicht zu Opfern von Armut und Ausgrenzung machen. Öffentlich geförderte Beschäftigung eröffnet ihnen die Chance auf eine sinnvolle, gesellschaftlich notwendige Tätigkeit“, erklärt Sengül und betont, dass damit keine Ein-Euro-Jobs gemeint seien. Ein-Euro-Jobs hätten Zwangscharakter und entwürdigten Erwerbslose. Ein-Euro-Jobber arbeiteten ohne Arbeitsvertrag oder arbeitsrechtlichen Schutz. Solche Jobs böten Erwerbslosen keine Perspektive. „Aus diesen Gründen lehnen wir Ein-Euro-Jobs grundsätzlich ab.“ Langzeitarbeitslosigkeit kann nur durch die Aufstockung des Personals in der öffentlichen Verwaltung oder über den öffentlichen Beschäftigungssektor reduziert werden.