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5. Juli 2017

LINKE kritisiert: Bus und Bahn werden schon wieder teurer

"Alle Jahre wieder...", kommentiert Alisan Sengül, Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE. Hamm, die Fahrpreiserhöhung im ÖPNV. Zum 1. August sollen die Preise im Hammer Bus- und Bahnverkehr um durchschnittlich 2 Prozent steigen. Ebenfalls "alle Jahre wieder" müsse als Grund dafür die Kostensteigerung im Personalbereich als Begründung herhalten. "Es ist eine Unverschämtheit, immer wieder das Personal gegen die Kundschaft auszuspielen", ärgert sich Sengül.

"Das wird auch besonders gerne gemacht, wenn Busfahrer oder Lokführer streiken. Dann bekunden alle ihr Mitgefühl mit den Fahrgästen, wenn aber Fahrpreiserhöhungen anstehen, dann ist von Mitgefühl keine Rede mehr!"

Sengül betont, dass seine Partei im Stadtwerkeaufsichtsrat immer gegen Fahrpreiserhöhungen stimme. Denn überhöhte Preise hätten gravierende Auswirkungen: Nicht nur die Mobilität vieler Bürger*innen, die auf den ÖPNV angewiesen sind, werde eingeschränkt, auch die Innenstadt leide darunter. Fahrpreiserhöhungen seien wirtschaftlich völlig kontraproduktiv und schwächten die Kaufkraft vor Ort. „Und wie sollen wir unsere Ökologiebilanz verbessern, wenn Autofahren billiger als Busfahren ist? Hamm gehört zu den Städten mit dem teuersten Nahverkehr, in sehr vielen anderen Städten sind die Preise deutlich moderater - bei gleichzeitig höherer Taktung. Im Übrigen unterstützt der aktuelle Geschäftsbericht der Stadtwerke unsere Forderungen. Steigende Fahrgastzahlen durch ein Sozialticket führen keineswegs zu höheren Defiziten, im Gegenteil, sie verbessern die Stadtwerkebilanz. Vor genau diesem Hintergrund sollten sich die Stadtwerke noch einmal intensiv mit unserem Ratsantrag „Modellversuch ÖPNV" befassen."

DIE LINKE möchte eine Ringbuslinie in Hamm, doch die Stadtwerke behaupten, dazu seien die Fahrgastzahlen zu niedrig. Dies werde sich bei diesen Fahrpreisen so schnell auch nicht ändern, ist sich Sengül sicher. Deshalb bestehe seine Partei auf ihrer Forderung nach einem bezahlbaren ÖPNV: Sozialticket und moderatere Preise. „Der ÖPNV ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge, damit muss es vorrangiges Ziel der Stadtwerke sein, die Mobilität der Bürger*innen zu gewährleisten. Vor allem auch im Hinblick darauf, dass den Bürger*innen weitere Freibäder verwehrt werden. Dann sollten zumindest die Fahrten zu den wenigen noch verbliebenen Freibädern wenigstens bezahlbar und möglichst kurz bleiben.“