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2. Dezember 2017

Zum Arbeitsmarktreport

„Dass die Arbeitslosigkeit in Hamm im November - in erster Linie saisonbedingt - zurückging, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dem Kommunalen Jobcenter nicht gelingt, die Zahl der Hartz IV Empfänger, der Bedarfsgemeinschaften und der Arbeitslosen entscheidend zu senken“, kommentiert Alisan Sengül, Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE.Hamm, den aktuellen Arbeitsmarktreport.

Offiziell sei von 8159 Arbeitslosen die Rede, dabei liege die tatsächliche Zahl bei weitem höher, da die beschönigend als „Unterbeschäftigte“ bezeichneten Erwerbslosen auf 11.547 beziffert würden. „„Unterbeschäftigte“ sind zwar arbeitslos, gelten auf dem Papier aber nicht so, weil sie zum Beispiel an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen. So wird die Arbeitslosen-Statistik entschärft und die Öffentlichkeit über das wahre Ausmaß unserer Situation hinweggetäuscht“, kritisiert Sengül. 

Auch die vielgelobte Zunahme sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung könne nicht als Erfolg verbucht werden, denn diese beruhe hauptsächlich auf wachsender prekärer Beschäftigung. „Uns soll Sand in die Augen gestreut werden! Denn während die Vollzeitstellen nur um 1,3% anstiegen, nahmen die Teilzeitstellen um 4,6% zu. Die im Arbeitsmarktreport camouflierten Zahlen sind also mehr Schein als Sein und verhindern, dass das Problem in seiner enormen Dimension wahrgenommen und angegangen wird. Wir benötigen ein großes öffentliches Beschäftigungsprogramm, wie es DIE LINKE seit langem fordert, statt die Mittel für öffentlich geförderte Beschäftigung ständig zurückzufahren“, erklärt Sengül und weist darauf hin, dass in diesem Zusammenhang auch über eine Verkürzung der Arbeitszeiten - ohne Lohnverzicht und mit Personalausgleich - nachgedacht werden müsse. „Lange Arbeitszeiten und Überstunden für die Einen und gar keine oder zu wenig Arbeit für die Anderen – das kann nicht die Lösung sein. Wir müssen die Arbeit gerechter verteilen. So reduzieren bzw. verhindern wir Arbeitslosigkeit!“