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25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

„Die sogenannte Tagessatzfinanzierung von Frauenhäusern muss dringend abgeschafft werden. Wir benötigen eine auskömmliche Vollfinanzierung anhand des tatsächlichen Bedarfs“, so Vera Handel, Sprecherin des Kreisverbands DIE LINKE.

„Das Frauenhaus in Hamm feiert dieses Jahr seinen vierzigsten Geburtstag. Ein Lob an die Frauen und Unterstützer die sich seit Jahrzehnten für die von Gewalt betroffenen Frauen einsetzen. Nach wie vor wird viel zu wenig über das Thema häusliche Gewalt gesprochen. Aus diesem Grund ist der 25. November, als Tag gegen Gewalt an Frauen auch so wichtig. Gewalt in der Beziehung kann jeden treffen, egal wie alt man ist oder welcher sozialer Schicht man angehört“, so Vera Handel weiter.

„Worüber wir auch sprechen müssen, und zwar nicht nur heute, ist die schwierige finanzielle Situation von Frauenhäusern. Die meisten Einrichtungen decken ihre Kosten durch die sogenannte Tagessatzfinanzierung. Zwar gibt es Fördermittel des Landes und auch Zuschüsse der Stadt, aber ein Großteil der Unterbringungskosten wird von den Betroffenen, meist über Sozialleistungen, selbst erbracht. Das darf nicht sein!“ so die Sprecherin der LINKEN. „Keine Frau die Hilfe benötigt darf sich einer solchen, zusätzlichen Hürde gegenübersehen.“

„Deutschlandweit fehlen knapp 14.600 Plätze in Frauenhäusern. Das Schutznetz für bedrohte Frauen und ihre Kinder muss schnellstmöglich ausgebaut werden. Auch in Hamm kommt es vor, dass Frauen abgewiesen werden müssen, weil schlicht kein Platz frei ist,“ so Vera Handel. „Deswegen brauchen wir in diesem Bereich eine auskömmliche Vollfinanzierung anhand des tatsächlichen Bedarfs.“