Bahnhofsumfeld
„Öffentliche Plätze werden dann frequentiert, wenn sie attraktiv gestaltet sind und zum Aufenthalt einladen. Die Aufenthaltsdauer auf dem Bahnhofsvorplatz wird durch gelegentliche Nutzungen oder Bespielungen nur punktuell erhöht. Im Übrigen hat die Verwaltung in der vorletzten Sitzung des Kulturausschusses eine Nutzung des Bahnhofsvorplatzes abgelehnt. Eine Dauernutzung und -belebung kann nur durch eine (Außen)Gastronomie sichergestellt werden“, erklärt Roland Koslowski, Bezirksvertreter.
„Der Kardinalfehler ist schon bei der Planung des Kleist Forums begangen worden. Gastronomie hätte in Blickrichtung Bahnhofseingang eingerichtet werden müssen. Nun bleibt nur eine Pavillonlösung der bereits ansässigen Gastronomen. Zusätzliche Begrünung ist dabei allerdings zwingend notwendig, um die Aufenthaltsqualität in der jetzigen Steinwüste zu erhöhen. Wenig hilfreich ist bei dem jetzigen Konzept allerdings die Tatsache, dass zwar die Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes massiv erhöht wurde, aufsuchende Sozialarbeit aber nur eine Alibifunktion hat. Der Ordnungsdienst erteilt Platzverweise, Sozialarbeiter*innen suchen das Gespräch und bieten Hilfe, Unterstützung und Begleitung. Eine Steinwüste bleibt eine Steinwüste, auch dann, wenn sie sauber ist und mit Ordnungskräften gefüllt wird“, so Koslowski weiter.
„Die Verwaltung wäre gut beraten, hier völlig andere – den Bürger*innen dienende - Prioritäten zu setzen. Und ähnlich wie beim St. Josef Krankenhaus in Bockum–Hövel ist auch hier der Blick über den Tellerrand hinaus in andere Kommunen sinnvoll: Kommunalisierung kann Krankenhäuser erhalten, aber auch öffentliche Plätze durch Gastronomie beleben“, erläutert Koslowski abschließend.

