Elternbeiträge abschaffen - Bildung muss gebührenfrei sein!
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung belegte jüngst das Chaos bei den Elternbeiträgen zur Betreuung von Kindern in Kitas und OGS in NRW. Auch in Hamm ist die Beteiligung der Familien weder ausgewogen, noch sozial gerecht gestaffelt, wie Roland Koslowski, Fraktion DIE LINKE im Rat und Mitglied des Ausschusses für Kinder- und Jugendhilfe, festhält. Er widerspricht damit den Äußerungen von Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann.
Koslowski erklärt: „In Hamm sind Familien mit sehr geringen Haushaltseinkommen am stärksten belastet durch Elternbeiträge. Für sehr hohe Einkommen tendiert die Belastung gegen Null. Das ist keineswegs sozial ausgewogen oder etwa sozial gerecht!
Durch die aktuell gültige Gebührenstaffelung werden die Bezieher kleiner Einkommen überproportional belastet, während die Bezieher hoher und höchster Einkommen weniger Beiträge entrichten als es entsprechend ihrem Einkommen möglich wäre
Für DIE LINKE ist klar, dass Bildung gebührenfrei sein muss und zwar von der Kita bis zur Uni. Chancengleichheit bedeutet auch Bildungszugang für alle Kinder unabhängig vom Einkommen der Eltern.
Familien mit einem Jahresbrutto von 25.001 Euro trifft es am härtesten, obwohl sie nach gängiger Definition als Arm gelten. Sie müssen beispielsweise fast 5 Prozent monatlich für die Betreuung eines Kindes unter 2 Jahren für 25 Stunden pro Woche aufwenden. Bei gleichem Betreuungsaufwand nimmt die Belastung für höhere Einkommen ab der Grenze von 61.001 Euro immer weiter ab - von 4,23 Prozent strebt der Anteil der Elternbeiträge am Bruttoeinkommen gegen null.
