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LINKE fordern größere Anstrengungen für gute frühkindliche Bildung in Hamm

“Noch 2015 plante die Stadt Hamm, das Betreuungsangebot für 45% der Kinder unter 3 Jahren und für 100% der Kinder über 3 Jahren weiter auszubauen. Heute, 2018, wird die Nachfrage nur mit hilfe von Überbelegung von bestehenden Kitagruppen und sogenannten Übergangsgruppen bewerkstelligt. Damit sind die eigenen Ziele verfehlt worden”, kommentiert Roland Koslowski, Mitglied im Kinder- und Jugendhilfeausschuss für DIE LINKE. “Es ist dringend nötig, alles daran zu setzen, die sogenannten Übergangsgruppen in eine Form zu überführen, die pädagogische Qualitätsstandards sichert und den Beschäftigten langfristig gute und verlässliche Arbeitsbedingungen garantiert.”

Der jetzige Zustand der Kinderbetreuung habe seinen Ursprung im Kinderbildungsgesetz KiBiZ, so Koslowski weiter. Eingeführt von der CDU/FDP-Regierung im Jahr 2008 und trotz aller Ankündigungen kaum verändert durch SPD-Grüne ist das KIBIZ vor allem ein Kostensenkungsgesetz zu Lasten der Kinder, der Beschäftigten und der Eltern. Die Landesregierung habe die Verantwortung auf die Kommunen verlagert, ohne diese zur Übernahme der Aufgaben in den Stand zu setzen. Hinzu käme in Hamm das Kürzungsdiktat namens “Stärkungspakt”. In diesem Zusammenspiel werde nicht mehr das sinnvollste getan, sondern in voraus eilendem Gehorsam versucht, kurzfristig Kosten zu vermeiden. “Beispielhaft dafür ist, dass die Stadt in der Antwort auf eine Anfrage im Oktober letzten Jahres keinen Anlass sah, auf einen besseren Betreuungsschlüssel in den Kitas hinzuwirken. Wir müssen feststellen, dass im Gegenteil sogar Überbelegungen hingenommen und einkalkuliert werden. Da muss dringend im Sinne einer guten frühkindlichen Bildung umgesteuert werden.” Außerdem erneuert der LINKE Ratsherr seine Forderung nach gebührenfreien Kitas. Chancengleichheit bedeutet auch Bildungszugang für alle Kinder unabhängig vom Einkommen der Eltern.

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