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Luftqualität: Hamm ist Mittelmaß - LINKE fordert größere Anstrengungen

“Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie nötig. Doch bei der Luftqualität wäre etwas mehr Engagement angebracht”, kommentiert Florian Meyer, Mitglied des Umweltausschusses für DIE LINKE, die Einhaltung der Grenzwerte für Stickstoffe an der Münsterstraße. Die Belastung ist dort gemäß Landesschnitts gegenüber dem Vorjahr um rund zwei Mikrogramm pro Kubikmeter Luft zurückgegangen. Aktuell liegt der Wert bei 37 Mikrogramm, der Grenzwert bei 40 Mikrogramm. “Das ist gerade mal ein mittelmäßiger Erfolg mit den Rezepten von Vorgestern. Stattdessen bräuchten wir eine wirkliche Verbesserung des ÖPNV, eine Absage an den Schwerlastverkehr auf der Straße und natürlich müssten die betrügerischen Automobilkonzerne zur Verantwortung gezogen werden.”

“Wenn wir in den Luftreinhalteplan der Stadt Hamm schauen, stellen wir fest, dass über 40 Prozent der Luftbelastung durch den Schwerlastverkehr verursacht wird. Wir hatten bereits 2014 einen Antrag für ein Durchfahrtverbot für LKW in Hamm gestellt, der an der Ratsmehrheit scheiterte. Mit dieser Maßnahme wäre eine sehr viel bessere Luftqualität möglich gewesen”, stellt Meyer fest.

Stattdessen wird der Schwerlastverkehr von der Münsterstraße auf die Radbodstraße umgelenkt. Dort gebe es allerdings keine Messstelle bemängelt der sachkundige Bürger der LINKEN. “Wir können also gar nicht sagen, wie sich die Belastung an anderen Stellen in Hamm - insbesondere an der Radbodstraße und auf der durch die LKWs genutzten Zuwegung - seither entwickelt hat. Zwar hatte selbst der Luftreinhalteplan bereits “eine geringfügige Mehrbelastung” anderer Bereiche vorhergesagt, doch ohne Messstellen ist das höchstens ein Blick in die Glaskugel.”

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