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Tierpark Hamm – Ausstieg der Lebenshilfe

Roland Koslowski

„Überraschend kommt diese Nachricht keineswegs, denn das war abzusehen. Genau vor diesem Hintergrund haben wir einen Antrag zur Situation des Tierparks in die letzte Ratssitzung eingebracht. Denn mit einer solchen Unternehmensberatung kann der Park nicht erfolgreich geführt werden. Völlig zu Recht weißt die Lebenshilfe auf den Erhalt der vorhandenen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen hin. Und genau an dieser Schnittstelle – dem Tierpark als integrativen Betrieb zu führen – sind die entscheiden Fehler begangen worden. Und das nicht ausschließlich von der Prova“, erläutert Roland Koslowski, Fraktionsgeschäftsführer und Mitglied der LWL Fraktion Hamm.

„Es ist das politische Versäumnis der Großen Koalition. Denn dort war zu jedem Zeitpunkt bekannt, dass kein Förderantrag beim LWL gestellt wurde. Frau Schnieders – Pförtsch und Herr Lenz gehören dem Sozialausschuss des LWL an, Anträge stehen dort auf der Tagesordnung, sofern sie denn gestellt werden. Beiden war auch spätestens seit Herbst 2014 bewusst, dass die Förderung integrativer Betriebe durch den LWL eingestellt würde – beschlossen mit den Stimmen von CDU und SPD“, so Koslowski weiter.

 

„Es sind die politischen Entscheidungsträger, die es versäumt haben, ein Modellprojekt – nämlich den gesamten Tierpark und nicht nur die Gastronomie – als integrativen Betrieb zu führen. Sie haben gemeinsam verhindert, weitere sozialversicherungspflichtige und tarifgebundene Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Ein integrativer, weitgehend barrierefreier Tierpark als landesweites Modellprojekt hätte auch neue und zusätzliche Zielgruppen angesprochen. Statt dessen wird die Zusammenarbeit mit der Prova fortgesetzt. Die Große Koalition alimentiert eine Unternehmensberatung, die nicht einmal vor Ort im Tierpark präsent ist, CDU und SPD honorieren eine Politik die Ausgrenzung betreibt. Durch den Ausstieg der Lebenshilfe verschwindet auch die Fachkompetenz, nunmehr trifft Inkompetenz auf Ahnungslosigkeit und genau das wird perspektivisch den kommunalen Haushalt völlig unnötig belasten“, so Koslowski abschließend.

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