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Türken beten für den Sieg – Ismail Erkul

Roland Koslowski

„Herr Erkul als Integrationsratsvorsitzender und stellvertretender SPD Vorsitzender ist keineswegs naiv, sondern durchaus konsequent. Als Statthalter der AKP in Hamm unterstützt und vertritt er die Politik des Despoten Erdogan. Im Integrationsrat hat er den Besuch eines AKP Bürgermeisters in Hamm befürwortet und einer finanziellen Unterstützung durch den Integrationsrat zugestimmt, als SPD Mitglied war er zu Besuch in Afyon, einer Stadt, die parlamentarisch durch die AKP und die Grauen Wölfen dominiert wird“, erklärt Roland Koslowski, Ratsmitglied.


„Es handelt sich aktuell auch nicht um einen innertürkischen Konflikt, wie der Oberbürgermeister ausführt, sondern um einen Krieg gegen eine Minderheit auf syrischem Staatsgebiet. Von dem Vorsitzenden des Integrationsrates würden wir erwarten, dass er sich klar und deutlich gegen jeden Krieg, gegen jede ethnische Säuberung und vor allem für Gespräche einsetzt. All das aber ist von Herrn Erkul nicht zu erwarten, im Gegenteil: er redet dem Nationalismus das Wort – wenn auch in nonverbaler Form, damit ist Herr Erkul als Vorsitzender des Integrationsrates untragbar geworden, “ so Koslowski weiter.

„Auch wenn es bisher keine Hinweise darauf gibt, dass in weiteren Moscheen für den Sieg der türkischen Armee gebetet wird, so ist den überregionalen Presseberichten zu entnehmen, dass die Ditib-Moscheen genau dazu aus Ankara angewiesen wurden. Auf diese Verbindung haben wir in der Vergangenheit immer wieder hingewiesen, die Ditib als politischer Arm Erdogans, die Ditib als politische Organisation, die Propaganda für das türkische Regime betreibt. Von einer Religionsgemeinschaft hätten wir erwartet, dass sie zu Friedensgebeten aufruft und sich von der Kriegspolitik Ankaras distanziert,“ so Koslowski abschließend. 

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