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0562/14 - Jugendämter sparen systematisch

Ratsfraktion DIE LINKE. Hamm

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

am 21.03.2014 berichtete der  WA unter der Überschrift „Jugendämter sparen systematisch“ über den vielfachen Verzicht der Jugendämter auf stationäre Unterbringungen, auch wenn sie aus fachärztlicher Sicht angezeigt sind. Die Aussagen von Herrn Prof. Dr. Dr. Holtmann bezogen sich dabei nicht explizit auf das Jugendamt Hamm, sondern auf die Gesamtsituation in Westfalen.

Wir bitten daher im Hinblick auf das lokale Jugendamt um die Beantwortung der nachstehenden Fragen: 

Ist es  im Zuständigkeitsbereich des Jugendamtes Hamm vorgekommen, dass Kinder - Zitat Herr Holtmann „mit dem Segen des Jugendamtes sogar beim Verdacht auf sexuellen Missbrauch in ihre Herkunftsfamilie zurückgeführt (wurden) würden“.

Wie viele Fälle sind dem Jugendamt bekannt, in denen es mehrere Anzeigen wegen Kindeswohlgefährdung – in Bezug auf ein Kind -  gegeben hat und die Kinder nach wie vor in der Herkunftsfamilie leben.

Bittet das Jugendamt Hamm bei der Entlassung aus der LWL Klinik, im Abschlussbericht keine weiterführenden Maßnahmen zu empfehlen? Wenn ja, betrifft das auch Fälle, bei denen eine stationäre Unterbringung aus fachärztlicher Sicht angezeigt ist.

Gibt es in der Verwaltung Überlegungen, sowohl den ambulanten als auch stationären Bereich der Jugendhilfe perspektivisch zu privatisieren? Unter Privatisierungen sind dabei  ausdrücklich nicht die Träger der Wohlfahrtspflege zu verstehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

                                                                                  FdR

 

     Alisan Sengül                                                          Dagmar Herbert

-Fraktionsvorsitzender-                                        -Fraktionsgeschäftsführerin-

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