Die Linke Ratsgruppe Hamm unterstützt Anregung des Klimabündnisses Hamm: Schulen und Kitas müssen zu Kälteinseln werden
Die Ratsgruppe Die Linke Hamm unterstützt die Anregung des Klimabündnisses Hamm nach § 24 der Gemeindeordnung NRW, Schulen und Kindertagesstätten schnellstmöglich mit Klimaanlagen oder gleichwertigen Kühlsystemen auszustatten und gleichzeitig den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden
voranzutreiben. Ziel der Initiative ist es, Schulen und Kitas als geschützte Kälteinseln zu etablieren, sowohl für den regulären Betrieb als auch als Rückzugsorte für die Bevölkerung während extremer Hitzewellen.
Dazu erklärt Ratsherr Peter Schüren:
„Die jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts sind alarmierend. Bereits bis Ende Juni sind in Nordrhein-Westfalen schätzungsweise 1.230 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben, deutlich mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Wer in der vergangenen Hitzewelle in einer unklimatisierten Wohnung, einem Klassenraum oder einer Kita ausharren musste, hat am eigenen Leib gespürt, dass extreme Hitze längst kein Zukunftsszenario mehr ist, sondern eine akute Gefahr für Gesundheit und Leben. Deshalb können wir notwendige Schutzmaßnahmen nicht länger auf die lange Bank schieben. Unsere Kinder Sommer für Sommer immer längeren und intensiveren
Hitzewellen auszusetzen, obwohl wir längst wissen, wie gravierend die gesundheitlichen Folgen sind, wäre unverantwortlich. Gerade Kinder können ihre Körpertemperatur nicht nur schlechter regulieren, sondern auch die Belastung durch Hitze oft schlechter einschätzen und sind ihr deshalb oft schutzlos ausgeliefert. Schulen und Kitas müssen deshalb zu sicheren Kälteinseln werden. Sie schützen nicht nur Kinder während des Unterrichts und der Betreuung, sondern können im Katastrophenfall auch älteren Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen, Wohnungslosen und allen anderen, die sich zu Hause nicht ausreichend vor extremer Hitze schützen können, als kühle Zufluchtsorte dienen. Besonders Familien mit geringem Einkommen verfügen häufig nicht über ausreichende Möglichkeiten, ihre Wohnungen zu kühlen. Hier trägt die Kommune Verantwortung. Der Ausbau von
Kühlsystemen in Verbindung mit Photovoltaikanlagen ist deshalb nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern vor allem eine Investition in den Schutz von Gesundheit und Menschenleben. Deshalb unterstützen wir die Anregung des Klimabündnisses Hamm ausdrücklich und erwarten eine breite Zustimmung im Rat.“
