Flüchtlingsunterkunft in Hamm - Alfred Fischer Halle
"Nachdem in Hamm mehr als 500 Flüchtlinge sehr kurzfristig in der Alfred Fischer Halle untergebracht wurden, haben wir uns als Ratsfraktion am gestrigen Tage (07.07.2015) ein genaues Bild vor Ort gemacht. Wir wollen an dieser Stelle nicht auf die (landes)politischen Versäumnisse eingehen, auch nicht auf die teilweise unzureichende Betreuung und defizitäre Versorgung vor Ort", erläutert Alisan Sengül, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE Hamm.
"Primär gilt das Augenmerk der Begleitung und Unterstützung der Neubürger vor Ort. Es ist beeindruckend zu erleben, wie insbesondere junge Menschen als freiwillige Helfer nahezu rund um die Uhr Hilfe leisten. Dabei handelt es sich oftmals um junge Erwachsene, deren Eltern als Flüchtlinge zu uns gekommen sind. Krieg, Hunger und Perspektivlosigkeit sind damals wie heute die Ursachen, die politisch bekämpft werden müssen. Ohne das Engagement dieser Menschen - die häufig auch als Übersetzer*innen fungieren - wäre eine Verständigung mit den ankommenden Flüchtlingen oft nicht möglich", so Sengül weiter.

"Wir danken allen, die sich vor Ort engagieren und einen großen Teil ihrer Freizeit täglich in oder an der Alfred Fischer Halle verbringen, für diese zeitintensive ehrenamtliche Tätigkeit. Wir rufen aber auch alle Bürger*innen und Bürger - nicht nur aus dem Stadtteil Heessen - dazu auf, diesem Beispiel zu folgen. Vorurteile, Ängste aber auch Befürchtungen können nur durch den Kontakt mit den Flüchtlingen abgebaut werden: Daher unser Apell - machen sie sich ein Bild vor Ort, nutzen sie dabei die Sprachkenntnisse der jungen Ehrenamtler. Suchen Sie das Gespräch, zeigen Sie das in Hamm "Willkommenskultur" keine leere Worthülse ist, sondern mit Inhalt gefüllt wird", so Sengül abschließend.

