Kurzbericht zum Klimacamp Hamm 2026: Starkes Zeichen für zukunftsorientierte Energiepolitik und gegen wahnwitzige Militarisierung
Mit dem Ende des Klimacamps 2026 zieht die Ratsgruppe Die Linke Hamm eine positive Bilanz.
Die zahlreichen angereisten Aktivistinnen und Aktivisten haben in den vergangenen Tagen ein
deutliches Zeichen für Klimagerechtigkeit, Frieden und gesellschaftliche Verantwortung gesetzt.
Besonders hervorheben möchten wir den respektvollen Umgang mit dem Campgelände auf dem
Lippepark. Das Camp wurde während der gesamten Dauer sehr sauber und ordentlich gehalten
und nach Abschluss verantwortungsbewusst hinterlassen.
Wir freuen uns zudem über die positiven und anerkennenden Worte von Stadtkämmerer Markus
Kreuz zum Verlauf des Camps. Seine Einschätzung, dass sich die Beteiligten an die getroffenen
Absprachen gehalten haben und sein ausdrücklicher Dank an die Organisation des Camps,
bestätigen den insgesamt verantwortungsvollen Charakter der Veranstaltung. Ebenso begrüßen
wir die Präsenz zahlreicher Vertreter*innen der Hammer Kommunalpolitik auf dem Klimacamp
und der Demonstration am Samstag. Dass neben Mitgliedern der Stadtkoalition auch
Bezirksvertreter*innen und weitere kommunalpolitisch Engagierte den Austausch mit den
Aktivist*innen gesucht haben, werten wir als wichtiges Signal fu r demokratischen Dialog und
eine lebendige politische Kultur in unserer Stadt.
Ratsfrau Sefika Minte erklärt dazu:
„Unser ausdrücklicher Dank gilt den vielen Aktivistinnen und Aktivisten, die in den vergangenen
Tagen nach Hamm gekommen sind. Sie haben nicht nur für eine lebenswerte Zukunft
demonstriert, sondern dabei auch gezeigt, wie verantwortungsvoller Protest aussieht. Das Camp
wurde über die gesamte Zeit hinweg sorgfältig gepflegt und sauber gehalten. Wer behauptet,
Klimaproteste hinterließen Chaos oder Verwüstung, wurde hier eines Besseren belehrt.
Schockierend hingegen sind die Berichte über das Vorgehen der Polizei gegen friedlich
demonstrierende Menschen. Mehrere Gruppen und Beobachter*innen üben scharfe Kritik daran,
dass Protestierenden während einer stundenlangen Räumung der Zugang zu vorhandenen
Lebensmitteln und Rettungsdecken als Schutz vor der Sonne verweigert worden sein soll.
Gleichzeitig mussten Sanitäter*innen den Ort verlassen, während Menschen teilweise über
Stunden in der prallen Sonne festgehalten wurden. An anderen Stellen gingen die Beamten mit
unnötiger Gewalt in Form von Faustschlägen gegen Demonstrierende vor. Ein solcher Umgang
mit friedlichem Protest ist inakzeptabel und bedarf einer ordentlichen Aufarbeitung dieses
Fehlverhaltens!“
Wir haben uns außerdem sehr über die überregionale Präsenz zahlreicher Mitglieder der Partei
Die Linke gefreut, darunter auch einige unserer Bundestagsabgeordneten, die die Proteste vor
Ort kritisch begleitet und unterstützt haben. Ein wichtiges Signal war zudem die Anwesenheit
unserer Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Alexandra Medhi. Sie
machte deutlich, dass neue Gaskraftwerke keine zukunftsfähige Antwort auf die Klimakrise sind
und stattdessen massive Investitionen in erneuerbare Energien notwendig sind, um eine
nachhaltige und sozial gerechte Energiewende voranzubringen.
Ratsherr Peter Schüren ergänzt abschließend:
„Trotz aller Versuche, legitimen Protest zu kriminalisieren, war das Klimacamp ein voller Erfolg!
Nach Angaben der Aktivistinnen und Aktivisten haben sich insgesamt rund 1.850 Menschen auf
den Weg zu fossiler Infrastruktur und Standorten der Rüstungsindustrie gemacht. Dabei wurden
zwei fossile Kraftwerke, eine Gaspipeline-Fabrik und ein Standort der Rüstungsindustrie
erfolgreich blockiert. Die Aktivistinnen und Aktivisten haben damit ein unübersehbares Zeichen
gegen die verheerende Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Reiche und gegen die
wahnwitzigen Militarisierungsbestrebungen der Bundesregierung gesetzt. Die Proteste haben
deutlich gemacht, dass viele Menschen diese Entwicklungen nicht akzeptieren werden. Sie
richten sich gegen eine Politik, die Milliarden in Rüstung investiert, während soziale und
ökologische Herausforderungen ungelöst bleiben.“
Die Kritik der Aktivistinnen und Aktivisten hätte kaum lauter ausfallen können. Sie haben
Klimagerechtigkeit, Frieden und soziale Verantwortung gemeinsam auf die Straße getragen.
Dieser Kritik und dieser Hoffnung auf eine andere Politik schließen wir uns in voller Solidarität
an.
