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LINKE: Geburtshilfe stärken!

“Die Engpässe in den Entbindungsstationen zeigen wieder einmal deutlich die fehlerhafte Ausrichtung unseres Gesundheitssystems. Markt und Wettbewerb stehen im Mittelpunkt, wo eigentlich die Gesundheitsversorgung der Menschen an erster Stelle sein sollte”, erklärt Marion Josten, Ratsfrau der LINKEN, zum Artikel “Im Kreißsaal wird es eng”, erschienen im WA, am 6.6.2018. “Gerne zitiert von den anderen Ratsparteien wird eine Statistik, die einen  Bettenüberhang in Hamm diagnostiziert. Einer Betrachtung im realen Leben hält diese Statistik nicht stand. Deswegen bleiben wir dabei, dass es in dieser Situation völlig falsch ist, einen Krankenhausstandort zu schließen.”

Die Schließung des Standortes St. Josef in Bockum-Hövel sei genauso wie der Abbau vieler Entbindungsstationen im Umland ein Resultat aus marktwirtschaftlichen Überlegungen. “Weniger lukrative Teile der Gesundheitsversorgung - dazu gehören auch die personalintensiven Kreißsäle mit ihren schwer planbaren Abläufen - werden zugunsten von gewinnträchtigen zurück gefahren. Hinzu kommt der Hebammenmangel, der durch Fehlentscheidungen der Politik der Bundesregierungen der letzten beiden Jahrzehnte verursacht worden ist. Wir brauchen ein Sofortprogramm für mehr und besser bezahlte Hebammen, die unter verbesserten Arbeitsbedingungen auch wieder ihre eigentliche Kernkompetenz, die Entbindung, in das Gesundheitssystem einbringen können. Der jetzige Zustand ist ein gesundheitspolitisches Armutszeugnis der großen Koalition”, so Josten weiter. “Wir finden, die Versorgung werdender Mütter und ihrer Kinder muss im Mittelpunkt der Betrachtung stehen und nicht ob es wirtschaftlich ist, eine Entbindungsstation zu betreiben.”

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