Neue Rechte, NSU, Querfrontstrategien
Der Journalist und Antifaschist Markus Bernhard – aktuell Mitarbeiter der MdB Sevim Dagdelen – wird in Hamm zur Thematik „Neue Rechte, NSU, Querfrontstrategien“ berichten.
Der Rosa-Luxemburg-Club – in Zusammenarbeit mit der Ratsfraktion Hamm - möchte Euch ganz herzlich zu seiner nächsten Veranstaltung einladen:
Thema: 'Das braune Netz: Naziterror und rassistische Hetze in NRW'
am: 2. Oktober um 19.00 Uhr
im: Alevitischen Kulturzentrum (Hohe Straße 44, 59065 Hamm)
Referent: Markus Bernhardt,Journalist der Tageszeitung junge Welt (jW) und der Wochenzeitung Unsere Zeit (UZ), Autor des Buches "Das braune Netz" zum Terror des NSU, sowie Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen (Die Linke)
Rassistische Gewalt gehört mittlerweile wieder zum bundesdeutschen Alltag. Während die extrem rechte "Pegida"-Bewegung vielerorts erfolgreich gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte mobil macht und die sozialchauvinistische AfD in erste Landtage einzog, versuchen auch offen neofaschistische Parteien wie „Die Rechte“ und die NPD verstärkt von der aktuell zu beobachtenden pogromähnlichen Stimmungsmache gegen Flüchtlinge zu profitieren und diese weiter anzuheizen.
So will „Die Rechte“ etwa am 3. Oktober in Hamm aufmarschieren und ihre Hetze gegen Asylsuchende fortsetzen.
Statt dem Treiben der extremen Rechten entschlossen entgegenzuwirken, gießen verantwortliche Politiker und bürgerliche Medien jedoch weiterhin Öl ins Feuer und fordern weitere Verschärfungen der Asylgesetze. Dies alles geschieht nur wenige Jahre nach der Enttarnung des neofaschistischen Terrornetzwerks „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Während Behörden und etablierte Politik noch heute bemüht sind, das wahre Ausmaß des größten Geheimdienstskandals der deutschen Nachkriegsgeschichte zu verschleiern, sollen im Rahmen der Veranstaltung die Hintergründe des Zusammenwirkens der Geheimdienste und militanten Neonazis beleuchtet und die Verharmloser und Förderer des neofaschistischen Treibens – nicht nur in NRW – benannt werden. Zudem wollen wir der Frage nachgehen, wie antifaschistische Politik künftig wieder erfolgreich werden könnte und welche Konzepte dafür - fernab einer zunehmend zu beobachtenden Politik der moralischen Empörung und Befindlichkeiten - nötig wären.
Dazu liefert Markus Bernhardt aktuelle Informationen. In der anschließenden Diskussion werden wir gemeinsam überlegen, wie wirkungsvolle Möglichkeiten der Gegenwehr in Alltag und politischer Arbeit entwickelt werden können.

