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Preiskampf der Logistikbranche auf dem Rücken der Beschäftigten

Keine Jubelstimmung will bei der Pelkumer Bezirksvertreterin der LINKEN, Marion Josten, zum symbolischen Spatenstich für das neue Paketsortierzentrum von DPD aufkommen. “Was Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann und Staatssekretär Dammerman hier freudig begrüßen, ist ein Plus bei miesen Arbeitsbedingungen und Lohndumping für Hamm. Durch die Übernahme von Kosten für den Ausbau der B63n, die eigentlich das Land hätte tragen müssen, lockt man diese Arbeitgeber auch noch an”, schüttelt Josten den Kopf.

“Das ist alles andere als ein Aufschwung für unsere Stadt. Mir bereitet es Sorge, wenn sich unser Stadtoberhaupt mit derartigen Neuansiedlungen zufrieden gibt. Stattdessen muss sich politisches Handeln am Leitbild Guter Arbeit orientieren. Statt prekärer oder gesundheitsschädlicher Beschäftigung sind mehr gut entlohnte und faire Arbeitsplätze notwendig.”

„DPD trägt systematisch den brutalen Wettbewerb im Bereich der Kurier- und Paketdienste immer rücksichtsloser auf dem Rücken der Beschäftigten aus. Die Arbeitsbedingungen in der Branche sind mies und die Verdienste wurden von den Konzernen in den letzten Jahren immer weiter nach unten gedrückt”, gibt Josten zu bedenken. Wie das Arbeitsministerium in seiner Antwort auf die Kleine Anfrage des gewerkschaftspolitischen Sprechers der LINKSFRAKTION im Deutschen Bundestag, Pascal Meiser, mitteilt, sind die mittleren Bruttolöhne von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Vollzeit von Ende 2008 bis Ende 2016 um 15,5 Prozent auf 2.507 Euro gesunken.

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