Rechtsaußen bei der HSpVg - LINKE kritisiert Sportverein für Untätigkeit gegen rechtsextreme Fans
“Die Hammer Spielvereinigung (HSpVg) muss sich die Frage gefallen lassen, warum Neonazis den Verein immer wieder als Bühne für ihre rassistische, völkische und geschichtsrevisionistische Weltanschauung nutzen können,” kommentiert Florian Meyer, Mitglied des Sportausschusses für DIE LINKE, den jüngsten Zwischenfall beim Auswärtsspiel der Fußballmannschaft in Gütersloh. Im Fanblock der HSpVg war ein Plakat für die inhaftierte Holocaustleugnerin Haverbeck gehisst worden.
“Es lässt tief blicken, dass sich im Bericht des Vereins zu besagtem Spiel nichts zu dem Vorfall findet. Es scheint, die Verantwortlichen der Hammer Spielvereinigung versuchen mal wieder das Thema möglichst klein zu halten”, bemängelt Meyer. Nach einer langen Reihe von Neonazi-Aktivitäten in der Vergangenheit hatten die Verantwortlichen des Vereins im letzten Jahr angekündigt, gegen die Aktivitäten von Neonazis in ihrer Fankurve vorgehen zu wollen. “Wir sehen, dass die Anstrengungen des Vereins noch nicht ausreichen. Die konkreten Maßnahmen sind zu zögerlich. Dadurch schaffen es Neonazis immer wieder, ihr menschenverachtendes Weltbild im Umfeld der Hammer Spielvereinigung zur Schau zu stellen. Damit muss Schluss sein.”
Vom Verein erwarte er, das Problem in Zukunft offen zu benennen und dem entschieden auf allen Ebenen entgegen zu treten. Aber auch von Seiten der Stadt sehe er Handlungsbedarf: “Wir müssen bedenken, dass die Sportvereine eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung haben und auch als Aushängeschilder unserer Stadt dienen. Daher ist es zwingend erforderlich, dass die Stadt Hamm hier in Kooperation mit dem Verein stärker aktiv wird”, so Meyer. “Wir können als Stadt nicht weiter zuschauen, wie dort Propaganda gegen das friedliche Zusammenleben gemacht wird. Wir müssen die Fans der Hammer Spielvereinigung stärken, die keine Rassist*innen und Antisemit*innen auf ihrer Tribüne dulden wollen!“

