Schuldebatte – WA 12. und 13.12.2012
„Natürlich gibt es keine dauerhafte Bestandsgarantie für die Schulen in dieser Stadt. Das aber nun ausgerechnet die Grünen sich um den Erhalt der Schulen sorgen, entbehrt nicht einer gewissen Komik“, erklärt Marion Josten, stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Hamm.
„Das sogenannte dreigliedrige klassische Schulsystem war mit der Einführung der Gesamtschule überholt. Der landespolitische Schulkonsens – auch von den Grünen als historisch gefeiert – hat eine weitere Schulform hinzugefügt. Eine Schulform, die kein/e Schüler/in benötigt, die nicht hilfreich und wohnortnah angeboten wird und keine gymnasiale Oberstufe beinhaltet. Eine Schulform, die zur weiteren Zerfransung der Schullandschaft geführt hat“, so Josten weiter.
„Wären Eltern, Schulpflegschaft und Schüler/innen in der Ratssitzung zu Wort gekommen, der Schulkonsens wäre sehr schnell entlarvt worden, nämlich als Schulnonsens. In Hamm musste keine Schulform so viele Schüler/innen abweisen, wie die Gesamtschule. Und natürlich wird es perspektivisch weitere Schulschließungen geben, aber was die Grünen nun fordern, nämlich Planungssicherheit, haben sie durch den landespolitischen Schulnonsens selbst verhindert. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“, so Josten abschließend.
