Schulpolitik
Zur aktuellen schulpolitischen Auseinandersetzung erklärt Marion Josten, Mitglied im Schulausschuss: „Das CDU und FDP mit Ihrer Ratsmehrheit den vorliegenden Schulentwicklungsplan umsetzen werden und an einer völlig antiquierten Schulpolitik festhalten, steht außer Frage. Nicht Eltern- und Schülerwille, nicht Chancengleichheit, nicht gemeinsames Lernen, sondern ausschließlich parteipolitische Überlegungen stehen dabei im Vordergrund. Der Schulfrieden ist weder durch einen „runden Tisch“ aller Fraktionen, noch durch endlose Debatten herzustellen, solange durch die Mehrheitsfraktionen der durch tausende von Unterschriften dokumentierte Willen der Bevölkerung ignoriert wird.“
„Die in Herringen geplante Mogelpackung Gemeinschaftsschule ohne gymnasialen Standard werden wir ablehnen. Wir stehen ohne wenn und aber an der Seite der für eine Gemeinschaftsschule streitenden Bevölkerung und begrüßen ausdrücklich die aktuelle Unterschriftensammlung, die Listen liegen sowohl im Parteibüro, als auch am Infostand in der Fußgängerzone am 02.07.2011 aus “, so Josten weiter und ergänzt: „Bereits Anfang April 2011 haben wir die Befürchtung geäußert, dass die Gemeinschaftsschule als Mogelpackung eingeführt wird – Hauptschule und Realschule nebeneinander unter einem Dach, ausgestattet mit dem Namen Gemeinschaftsschule. Die inhaltsleere Umbenennung einer Schule von Haupt- in Gemeinschaftsschule lehnen wir ab, das ist Etikettenschwindel.“
„Gemeinschaftsschule beinhaltet für uns inklusiven Unterricht, gemeinsames längeres Lernen bis zur 12ten oder besser 13ten Klasse, eine gymnasiale Oberstufe, großzügige Räumlichkeiten, multiprofessionelle Teams und Barrierefreiheit, die geplante Gemeinschaftsschule in Herringen mit gymnasialer Oberstufe wäre ein erster Schritt,“ so Josten abschließend.
