Stromsperren verhindern - Grundversorgung sicherstellen
„Im Jahr 2011 wurden 1.529 Stromsperren durch die Stadtwerke Hamm ausgesprochen, 2012 waren es bereits über 1.600, im vergangenen Jahr wurde 1.700 Mal der Strom gesperrt. Primär verantwortlich dafür ist die Jahr zu Jahr zunehmende Armut in dieser Stadt. Die Lösung des Problems liegt daher nicht – wie von Frau Helm erläutert - in Beratung und Vereinbarungen von Ratenzahlungen oder pauschalen Abtretungserklärungen über das Kommunale Jobcenter. Das geht weit an der Realität vorbei – es sind eben nicht nur Hartz IV Betroffene, sondern Menschen mit geringen Einkommen und Menschen die in Altersarmut leben, die ihre Rechnungen nicht oder nicht fristgerecht zahlen können. Sogenannte „Versorgungsunterbrechungen“ bedeuten, dass tausende Menschen in dieser Stadt - darunter Kinder, Senior*innen und Kranke – zumindest zeitweise ohne Stromversorgung leben zu müssen“, erklärt Alisan Sengül, Fraktionsvorsitzender im Rat der der Stadt Hamm.
„Bereits im Jahre 2013 haben wir dazu einen Ratsantrag formuliert, der die Grundversorgung aller Menschen sicherstellen kann. Wir werden zur kommenden Ratssitzung diesen Antrag erneut in den Rat der Stadt Hamm einbringen. Einen Antrag der sich am Modell des Bundes der Energieverbraucher orientiert und eine Kostenbefreiung für die ersten 500 Kilowattstunden - pro Jahr und Haushalt - vorsieht. Allein dieser Ansatz ist zielführend und kann Stromsperren zukünftig verhindern. Denn wenn Strompreise steigen und gleichzeitig Armut zunimmt, wird auch die Zahl Stromsperren ansteigen. “, so Sengül abschließend.

