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Kobanê – eine Stadt als Sinnbild der Hoffnung im Kampf ums Überleben

Im Windschatten des syrischen Bürgerkrieges schlugen die Kurdinnen und Kurden im Norden Syriens einen „dritten Weg“ ein. In der Rojava genannten Region etablierte sich eine auf basisdemokratischen Räten beruhende Selbstverwaltung.

Neben Kurden werden auch die anderen in dieser Region lebenden ethnischen und religiösen Gruppierungen wie Araber und christliche Assyrer / Aramäer gleichberechtigt eingebunden. Frauen nehmen eine führende Rolle in dieser demokratischen Selbstverwaltung ein, die sich als Alternative für ganz Syrien versteht.

  

Doch Rojava ist bedroht durch die Terroristen des „Islamischen Staates“, die bereits weite Teile des Irak und Syriens beherrschen. Die selbsternannten Gotteskrieger begehen schwerste Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen insbesondere gegen Frauen und Angehörige religiöser Minderheiten aber auch gegen Muslime, die sich nicht ihrer mittelalterlichen Auslegung der Religion unterwerfen wollen. Die bitter umkämpfte Stadt Kobanê steht inzwischen als Sinnbild für den Kampf ums Überleben einer ganzen Region.

  

Am 25. Januar verkündeten die Volksverteidigungsfronten die Befreiung der Stadt – eine deutliche Niederlage für den „IS“. Seitdem wächst die Hoffnung, dass es auch in den anderen Teilen Syriens und dem Irak gelingen kann, den IS zu besiegen. Doch der Weg zur Befreiung der gesamten Region ist noch weit und Hunderttausende Flüchtlinge harren unter widrigsten Bedingungen aus.

 

Ulla Jelpke ist innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. Sie befasst sich seit Jahrzehnten mit der kurdischen Thematik und hat im vergangenen Jahr zu wiederholten Mal die kurdischen Landesteile der Türkei, des Irak und Syrien besucht.